Liebe Kronbergerinnen, liebe Kronberger,

Sie haben die Wahl und können entscheiden, wer der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin für Kronberg im Taunus wird.

Als Grundlage für Ihre Entscheidung finden Sie nachfolgend mein Wahlprogramm.

Ich stelle es unter das Motto:

KRONBERG - BEWAHREN UND GESTALTEN

Warum?

„Kronberg bewahren“ bedeutet für mich als Bürgermeister, die vielen Dinge im Auge zu behalten, die unsere wunderschöne Heimatstadt ausmachen. Mir ist es wichtig, durch meine Politik zu erreichen, dass Kronberg mit seinen Ortsteilen Schönberg und Oberhöchstadt so lebens- und liebenswert bleibt, wie Sie es kennen und schätzen.

Natürlich ist auch in Kronberg nicht alles optimal. Es gibt auch hier bei uns Entwicklungen und Themen, die mir Sorge bereiten. Um uns herum steht die Welt nicht still. Deswegen will ich als Bürgermeister durch meine Politik dazu beitragen, Kronberg behutsam zu gestalten.

Mein Programm habe ich für die mehr als 18.000 Menschen in Kronberg erstellt. Sie sind es, für die ich seit vielen Jahren Politik mache. Einer der wichtigsten Aspekte hierbei ist das Wohnen in Kronberg, der Stadt, in der wir leben und in der wir uns zu Hause fühlen. Natürlich spielt beim Wohnen auch der tägliche Weg zur Arbeit oder Freizeit, also unsere Mobilität, eine wesentliche Rolle. Kronberg ist allerdings weit mehr als nur Wohnort. Kronberger Unternehmen bieten rund 10.000 Menschen eine sozialversicherungspflichtige Arbeit. Dies bedeutet für mich, die richtigen politischen Rahmenbedingungen für Gewerbe, Wirtschaft und Arbeitsplätze in Kronberg zu setzen. Neben der Arbeit gehört auch die Freizeit zu dem, was wir politisch gestalten wollen. Kultur, Vereine, Kirchen und Ehrenamt zeichnen unsere Heimatstadt aus und machen Kronberg besonders lebenswert. Nicht erst seit der Diskussion um die Klimakrise wissen wir, dass wir behutsam mit Umwelt, Natur und Landschaft umgehen müssen. In der Politik bietet die Stadtentwicklung eine Klammer um viele der zuvor genannten Bereiche. Natürlich bedarf es auch eines vernünftigen politischen Umgangs mit Finanzen und Haushalt. Nicht zuletzt sehe ich das Rathaus als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen Kronbergs an.


Menschen in Kronberg

Rund 18.000 Menschen leben in Kronberg. Das sind für mich 18.000 Gründe für mein Engagement in der Politik. Menschen sind Individuen und haben unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen. Einen gerechten Ausgleich dieser Interessen zu finden, ist für mich die Grundlage meiner Politik. Bereits ein Blick auf die Altersstruktur macht dies deutlich. Fast 30% der Kronbergerinnen und Kronberger sind über 65 Jahre alt. Für unsere Seniorinnen und Senioren spielt die Grundversorgung vor Ort eine wichtige Rolle. Auch viele Kinder und Jugendliche leben in Kronberg, ihr Anteil beträgt 18%. Hier sind gute Kindertagesstätten und Schulen wichtig. Zahlreiche Kronbergerinnen und Kronberger leben seit ihrer Geburt oder seit vielen Jahren hier. Andere sind neu; jedes Jahr ziehen rund 1.500 Menschen in unsere Stadt. In Kronberg leben Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen, aus verschiedenen sozialen Schichten und aus vielen verschiedenen Nationen zusammen. Eine gleichberechtigte Gesellschaft, die allen Menschen Teilhabe am öffentlichen Leben Kronbergs bietet, ist mein politisches Ziel.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o Eine sichere und nachhaltige Grundversorgung und eine umfassende medizinische Versorgung. Hierbei gilt es, den individuellen Charakter unserer drei Stadtteile zu berücksichtigen. Zur Bewahrung der Grundversorgung gehört für mich auch die Sicherung des vielfältigen Angebots in unseren Ortszentren in Kronberg und Oberhöchstadt, unserer Wochenmärkte in Kronberg und Schönberg und der langfristige Erhalt des Nahversorgers in Schönberg als Integrationsbetrieb.

o Die verlässlichen Betreuungsangebote für Kinder auf dem „Kronberger Standard“ und eine hohe Qualität der Kindertagesstätten, der Grundschulen und Betreuungszentren in allen Stadtteilen sowie der Altkönigschule als weiterführenden Schule.

o Die Teilhabe aller Alters- und Gesellschaftsgruppen am öffentlichen Leben durch konstruktive Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik mit den verschiedenen gleichwertigen Interessenvertretungen wie Seniorenbeirat, Jugendrat und Ausländerbeirat.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich möchte die Kinderbetreuung weiter verbessern. Damit meine ich die stärkere Förderung von Tagesmüttern und auch Erzieherinnen und Erziehern, zum Beispiel durch eine attraktivere Ausbildungsförderung und Jobtickets.

o Ich will die schulischen Ganztagsangebote in Zusammenarbeit mit dem Hochtaunuskreis erweitern. Dabei werde ich unsere Kirchen, Vereine und die freien Träger der Jugendarbeit einbinden.

o Eine stärkere bedarfsorientierte Förderung der Schulsozialarbeit ist für mich dringend notwendig.

o Ich bin der Meinung, dass wir unsere Seniorinnen und Senioren noch besser unterstützen müssen. Hier denke ich neben den Wohn- und Pflegeeinrichtungen auch an neue Wohnmodelle.

o Öffentliche Gebäude und Verkehrsmittel müssen barrierefreie Zugänge erhalten.

o Ich möchte Menschen, die einer besonderen Unterstützung bedürfen, effektiv fördern.

Wohnen in Kronberg

Wohnen in Kronberg ist schön! Doch der Wohnraum ist begrenzt. Mit rund 1.000 Einwohnern pro Quadratkilometer hat Kronberg die vierthöchste Bevölkerungsdichte des Hochtaunuskreises. Wenn schöner Wohnraum begrenzt ist, wird er teuer. Dies ist eine Tatsache, die wir in Kronberg seit langem spüren. Wir wollen und müssen daher auch neuen Wohnraum schaffen, den sich die Menschen leisten können, zum Beispiel die junge Familie, die Erzieherin, der Feuerwehrmann oder die Alleinerziehende. Dabei müssen wir behutsam mit der knappen Ressource Boden umgehen. In diesem Spannungsfeld stehe ich als Bürgermeister für ausgleichende Politik, für vorausschauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o Die Attraktivität Kronbergs als Wohnort mit seinem einzigartigen Charakter, seiner malerischen Altstadt, dem individuellen Charme seiner drei Stadtteile und seinem durchgrünten Stadtbild.

o Die Orientierung an der vorhandenen Bevölkerungsgröße und sozialen Struktur Kronbergs als Leitlinie zur Schaffung von neuem Wohnraum.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich möchte eine bevorzugte Vergabe von städtischem Wohnraum an Menschen mit vorhandenem Bezug zu Kronberg (Einheimischen-Modell) umsetzen.

o Mir ist es wichtig, bezahlbaren und sozial geförderten Wohnraum in Kooperation mit etablierten gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften zu schaffen. Die Neugründung einer überteuerten städtischen Wohnungsbaugesellschaft lehne ich entschieden ab.

o Ich setze mich für eine dezentrale Unterbringung von anerkannten Flüchtlingen ein. Eine Gemeinschaftsunterkunft am Grünen Weg unter Umgehung des Baurechts halte ich für falsch.

o Ich werde den Ausbau, die Sanierung und Vermietung leerstehender städtischer Immobilien weiter vorantreiben.

o Wichtig sind mir eine Verbesserung der Infrastruktur und Maßnahmen zum Schutz vor Klima- und Wetterereignissen wie Starkregen oder Trockenheit.

Kronbergerinnen und Kronberger erwarten zu Recht ein hohes Maß an Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung. Wir wollen in Kronberg nicht nur sicher sein, sondern uns auch sicher fühlen können. Alle Menschen, insbesondere unsere Seniorinnen und Senioren und unsere Kinder und Jugend sollen sich im Kronberger Stadtgebiet jederzeit frei bewegen können, ohne Angst vor Pöbeleien und Übergriffen haben zu müssen. Wir wollen in Kronberg keinen Vandalismus und keine Sachbeschädigung. Als Bürgermeister für Kronberg werde ich aktiv am Thema Sicherheit arbeiten. Ich werde keine Toleranz gegenüber der Bedrohung von Bürgerinnen und Bürgern oder Vandalismus zeigen.

Ich werde mich daher besonders einsetzen für:
o Die Förderung des Sicherheits- und Präventionskonzeptes in Koordination mit dem Präventionsprogramm "Kommunales Sicherheitssiegel".

o Eine Erhöhung der Polizeipräsenz.

o Den verstärkten Einsatz privater Sicherheitsstreifen und freiwilliger Polizeihelfer in Kronberg, Schönberg und Oberhöchstadt.

o Eine funktionierende Videoüberwachung.

o Eine Verbesserung der Beleuchtung öffentlicher Plätze und Wege.

o Mehr Sauberkeit auf öffentlichen Plätzen und insbesondere auf Spielplätzen.

Mobilität

Mobilität in Kronberg stellt uns vor große Herausforderungen! Auf dem täglichen Weg zur Arbeit pendeln jeden Tag mehrere tausend Menschen aus Kronberg hinaus und nach Kronberg herein. Mehr als 2.500 Kinder begeben sich jeden Tag auf den Weg in Kronberger Schulen und Kindertagesstätten. Nachmittags und abends drehen sich diese Verkehrsströme um. Die meisten Pendler benutzen ein privates Kraftfahrzeug, viele andere den ÖPNV. Kronberg hat eine direkte S-Bahnverbindung nach Frankfurt und ist deswegen auch Ziel von Pendlern aus dem Taunus. Kronbergs hügelige Topographie erschwert das Fahrradfahren. Unsere Altstadt ist wunderschön, aber nicht für den Autoverkehr gebaut und Parkraum ist knapp. Viele Entscheidungen hinsichtlich der Mobilität können wir nicht alleine treffen, wir sind auf Vereinbarungen mit Partnern wie der Deutschen Bahn, dem Land Hessen, dem Hochtaunuskreis sowie den Kommunen Eschborn und Schwalbach angewiesen. Planungszeiträume in Deutschland sind extrem lange. In dieser komplexen Lage sehe ich als Bürgermeister die Lösungsansätze in einem ausgewogenen Mix an Maßnahmen.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o Ein gutes und sicheres Straßen- und Wegenetz.

o Das Kronberger Stadtbussystem als wesentliche Säule des ÖPNV.

o Ausreichende Parkplätze in der Innenstadt sowie das kostenlose Kurzzeitparken.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich werde mich einsetzen für die Verbesserung des Verkehrsflusses von und nach Frankfurt durch:
- einen beharrlichen Dialog mit allen relevanten Partnern,
- effizientere Ampelschaltungen,
- Investitionen in neue Verkehrslösungen (z.B. Kreiselbauten an geeigneten Stellen),
- die Prüfung des Um- und Ausbaus des Sodener Stocks.

o Gleichzeitig will ich die Attraktivität des ÖPNV weiter steigern durch:
- die Verbesserung der Anbindung der Seniorenwohnanlagen und der Schulen,
- kürzere Taktzeiten des Stadtbusses und der Linie 261,
- die Wiedereinführung des Anruf-Sammel-Taxis oder ähnlicher flexibler und moderner Modelle.

o Genauso wichtig ist mir die Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer durch:
- das Schließen von Lücken im inner- und überörtlichen Radwegenetz,
- die Einrichtung von Ladestationen für E-Bikes an öffentlichen Gebäuden,
- eine Anbindung an das geplante überörtliche Radschnellwegenetz,
- die Einrichtung des "Runden Tischs Radverkehr".

o Zudem möchte ich die Sicherheit steigern durch:
- mehr Investitionen in den Verkehrswegeunterhalt und schnellere Reparatur der Schäden an Straßen und Gehwegen,
- bessere Kennzeichnung der Schulwege und mehr Tempolimits rund um Schulen und Kitas,
- eine Verbesserung des Winterdienstes.

Gewerbe, Wirtschaft und Arbeitsplätze in Kronberg

Arbeiten in Kronberg ist vielfältig! Ortsansässige Unternehmen bieten mehr als 10.000 Menschen eine Arbeit. Dazu gehören Handwerker und Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Freiberufler genauso wie Mittelständler und große, internationale Unternehmen. Die Unternehmen bieten jungen Menschen Ausbildungsplätze an, insbesondere auch für zahlreiche Kronberger Jugendliche. Häufig leisten Kronberger Unternehmer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber hinaus wertvolle Beiträge für das Gelingen unserer Stadtgesellschaft, etwa in der freiwilligen Feuerwehr, anderen Hilfsorganisationen, bei der Unterstützung der Vereine oder im Rahmen von Veranstaltungen. Nicht zuletzt erbringen die Unternehmen durch die Gewerbesteuer den prozentual größten Anteil an den Einnahmen der Stadt. Die Stadt Kronberg und ihre politischen Vertreter setzen für Unternehmen wichtige Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Höhe der Gewerbesteuer oder die Ausweisung von Gewerbeflächen. Hier ist es mir besonders wichtig, die Kronberger Unternehmen durch geeignete und verlässliche Rahmenbedingungen am Standort zu halten und weitere Unternehmensansiedlungen zu unterstützen.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o eine maßvolle Gewerbesteuerpolitik,
o eine aktive städtische Wirtschaftsförderung,
o das IHK-Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Standort für Fach- und Führungskräfte“.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Priorität hat für mich die Ausweisung dringend benötigter Gewerbeflächen für Kronberger Handwerker (Handwerkerdorf).

o Ortsansässige Unternehmen will ich durch proaktive Information über öffentliche Ausschreibungen und Nutzung von Gestaltungsmöglichkeiten bei einer transparenten und regelkonformen öffentlichen Auftragsvergabe besser fördern.

o Mir ist die Stärkung der Standortfaktoren Kronbergs durch ein leistungsfähiges integriertes Konzept für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur wichtig.

o Ich werde mich für die Verbesserung der Attraktivität der Fußgängerzone in Abstimmung mit den ansässigen Gewerbetreibenden einsetzen.

o Ich will einen regelmäßigen Dialog mit den Kronberger Unternehmen durch Unternehmensbesuche und die Einrichtung von Plattformen zur direkten Kommunikation zwischen Stadt und Unternehmen schaffen.

Umwelt, Natur und Landschaft in Kronberg

Kronberg liegt im Grünen! Unsere Stadt ist malerisch eingebettet in den Vordertaunus, dessen zu Kronberg hinauslaufende Wälder knapp 40% unseres Stadtgebietes ausmachen. Auch die schönen Streuobstwiesen und Kastanienhaine, sowie das durchgrünte Stadtbild, prägen unsere Heimatstadt. Natur und Landschaft in Kronberg tragen in bedeutendem Ausmaß zur Schönheit und zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Nicht erst seit der Diskussion um die Klimakrise wissen wir, dass wir behutsam mit Umwelt, Natur und Landschaft umgehen müssen. Klima- und Wetterveränderungen machen sich auch in Kronberg bemerkbar. In den letzten Jahren hatten wir sowohl mit Wassernotstand durch lange Trockenperioden als auch mit Überschwemmungen aufgrund von Starkregen zu kämpfen. Als praktizierender Christ ist mir die Bewahrung unserer Schöpfung, gerade auch in unserem direkten Umfeld, ein hohes persönliches Anliegen. Im Zielkonflikt zwischen einem Mehr an Wohnraum und der Beibehaltung unverbauter Natur müssen wir genau und nachhaltig abwägen. Ich setze mich ein für eine Politik, die Mensch und Natur im Miteinander begreift.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o die Sicherung des grünen Stadtbilds,

o den Erhalt der Natur in und um Kronberg und die Förderung der biologischen Vielfalt,

o unsere einzigartigen Streuobstwiesen und Kastanienhaine,

o den unverbauten Malerblick am Opel-Zoo.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich möchte Maßnahmen zur Versickerung und Regenrückhaltung, sowie Förderung von Zisternen und Dachbegrünung, umsetzen.

o Ich will eine Verbesserung der Wasserversorgung, um Wassernotstände zu vermeiden.

o Eine kostengünstige Beratung der Bürgerinnen und Bürger für den Einsatz energiesparender Techniken und umweltfreundlicher Baustoffe ist mir wichtig.

o Wir brauchen einen effektiven Aktionsplan zu Klimaschutz und Klimaanpassung.

o Ich möchte vermehrt umweltfreundliche städtische Fahrzeuge einsetzen.

o Ich plane die Errichtung weiterer Bürgersolaranlagen auf öffentlichen Gebäuden.

o Eine nachhaltige Pflege der Wald- und Spazierwege, insbesondere rund um die Senioreneinrichtungen hat für mich eine hohe Priorität.

o Ich will die Attraktivität des Viktoriaparks, des Schulgartens und anderer öffentlicher Grünanlagen durch verbesserte Pflege steigern.

o Mir liegen nachhaltige und zeitgemäße Konzepte der Nutzung des Kronberger Waldes am Herzen.

Kronberger Finanzen und Haushalt

Die Erfüllung städtischer Aufgaben kostet viel Geld! Über 50 Millionen Euro betragen die Ausgaben Kronbergs derzeit. Dieses Geld wird von den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen in Form von Steuern, Gebühren und Abgaben bezahlt; es ist also das Geld der Steuer- und Gebührenzahler. In den Jahren der Wirtschaftskrise um 2010 geriet auch der Kronberger Haushalt unter starken Druck. Städtische Leistungen mussten gekürzt und Steuern, sowie Gebühren, erhöht werden. Trotzdem stiegen jedes Jahr die Schulden. Durch einen konsequenten Konsolidierungskurs und dank der deutlich verbesserten Wirtschaftssituation konnten zuletzt die Schulden größtenteils abgebaut und deutliche Rücklagen aufgebaut werden. Vor diesem Hintergrund stehe ich für eine verlässliche und transparente Haushaltspolitik.

Kronberg muss finanziell unabhängig und selbstbestimmt bleiben. Gleichermaßen müssen wir bei der finanziellen Belastung von Bürgerinnen und Bürgern, sowie von Unternehmen, maßvoll vorgehen.
Ausgeglichene Haushalte, die Generationengerechtigkeit und die Orientierung der Ausgaben an der Einnahmesituation sind für mich wichtige Handlungsvorgaben. Geplante Haushaltsüberschüsse will ich konsequent nach dem „Drei-Säulen-Modell“ verwenden. Die erste Säule ist die Schuldentilgung. Die zweite Säule ist die Finanzierung wichtiger Projekte und Investitionen. Die dritte Säule ist die finanzielle Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen.

Ich stehe für finanzpolitische Maßnahmen, die in einem „Bürgerhaushalt“ transparent und nachvollziehbar sind. Aufgrund meiner über 25-jährigen ehrenamtlichen kommunalpolitischen Tätigkeit bin ich sehr gut in der Region vernetzt. Dies werde ich als Bürgermeister für eine für alle Beteiligten gewinnbringende interkommunale Zusammenarbeit nutzen. Durch meine lange berufliche Erfahrung im kommunalen Haushaltswesen stehe ich für eine nachhaltige und solide Haushaltspolitik.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o die finanzielle Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit
o faire und angemessene Steuern und Abgaben
o ausgeglichene Haushalte

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich will die ungerechten und unsozialen Straßenbeiträge abschaffen.

o Gleichzeitig stehe ich für eine Senkung der Grundsteuern in Jahren mit geplantem Haushaltsüberschuss.

o Der verantwortungsvolle Umgang mit städtischem Eigentum ist für mich selbstverständlich.

o Ich werde die interkommunale Zusammenarbeit mit unseren Nachbarstädten stärken.

o Ich stehe für die konsequente Umsetzung des „Drei-Säulen-Modells“.

o Wichtig ist mir auch die Generationengerechtigkeit, also die Entlastung zukünftiger Generationen.

o Ich bin für familienfreundliche Eintrittspreise.

o Ich stehe für ein effizientes Verwaltungshandeln.

Kronberger Kultur, Vereine, Kirchen und Ehrenamt

Kronberg kann stolz auf sein reges Vereinsleben, seine kulturellen Angebote und seine ehrenamtlich Tätigen sein! Kronberger Bürgerinnen und Bürger sind in über 100 Vereinen und Organisationen aktiv. Wir haben ein reichhaltiges und hochwertiges kulturelles Angebot durch unsere Museen, die Burg, die Kunstschule, den Kronberger Kulturkreis, die Stadtbücherei, die Musikvereine und weitere kulturschaffende Organisationen. Die Kronberg Academy hat den Ruf Kronbergs als „Welthauptstadt des Cellos“ begründet und findet nun im Casals Forum eine feste Heimat mitten in unserer Stadt. Mehr als 30 Stiftungen setzen sich für unterschiedliche Zwecke ein. Viele Kronbergerinnen und Kronberger engagieren sich ehrenamtlich in den freiwilligen Feuerwehren, dem Deutschen Roten Kreuz, der DLRG und anderen Hilfsorganisationen. Ihr Engagement ist herausragend. Wir haben aktive Kirchengemeinden in allen drei Stadtteilen. Das alles ist ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Diese Vielfalt will ich für Kronberg bewahren. Als Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen hierfür noch weiter verbessert werden.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o eine langfristig planbare Förderung der Vereine und der Kultureinrichtungen,

o die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes, der DLRG und anderer Hilfsorganisationen sowie der Kirchengemeinden und kirchlichen Kindertagesstätten,

o die Integrationsarbeit für Flüchtlinge.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Für mich hat die Umsetzung der notwendigen Erweiterung der Feuerwehr Priorität.
o Ich will eine Aktualisierung der Vereinsförderung realisieren.
o Ich werde den Vereinen eine mietfreie Nutzung städtischer Räumlichkeiten für eine Veranstaltung pro Jahr anbieten.
o Das Ehrenamt als Säule unseres Gemeinwohls werde ich durch einen Ehrenamtstag stärken.
o Ich stehe für eine angemessene Unterstützung der Kronberg Academy.
o Die weitere Sanierung der Burg als zentrale historische Kultur- und Begegnungsstätte liegt mir besonders am Herzen.

Freizeit in Kronberg

Kronberg hat ein großes und breites Freizeitangebot! Über 100 Vereine und Kulturorganisationen sorgen für einen prall gefüllten Veranstaltungskalender und viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Kronberger Märkte und Feste sind bekannt und beliebt, weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus. Mehr als 15 Sportvereine bieten sowohl Freizeit- wie auch Leistungssport. Sie verfügen über wunderschöne Anlagen, die über den Sport hinaus Freizeit, Erholung und gesellschaftliches Miteinander erlauben. Der Opel-Zoo begrüßt pro Jahr über 500.000 Besucher, und je nach Witterung erfreuen sich im Jahr zwischen 50.000 und 100.000 Besucher am Kronberger Waldschwimmbad. Unser Kronberger Kino bietet ein attraktives Angebot von Filmen und Veranstaltungen in besonderer Atmosphäre. Kronberger Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste haben bei der Freizeitgestaltung oft die Qual der Wahl. Dazu kommt die herausgehobene Lage unserer Stadt am Fuße des Altkönigs mit seinen ausgedehnten Waldbeständen als Naherholungsgebiet. Jedoch gibt es im Kronberger Freizeitangebot auch Lücken, insbesondere für Jugendliche. Die an sich gute Ausstattung mit Spielplätzen für Kinder bedarf unserer Aufmerksamkeit. Als Bürgermeister sehe ich hier Handlungsbedarf.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o das außerordentlich große und breite Freizeitangebot der Kronberger Vereine und Kulturorganisationen durch eine effektive und verlässliche Unterstützung durch die Stadt Kronberg

o die Unterstützung des Stadtjugendrings

o den nachhaltigen Betrieb unseres schönen Waldschwimmbads

o die Stadtbücherei in Kronberg.

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich will eine spürbare Verbesserung des Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche durch:
- die Einrichtung eines Jugendcafés, beziehungsweise einer Jugendkneipe
- eine Ausweitung des Freizeitangebotes rund um den Bolzplatz, den Spielplatz und die Fahrradbahn am Triftweg/Mainblick
- eine weitere Verbesserung der Angebote des Jugendzentrums in Oberhöchstadt sowie eine aufsuchende Jugendarbeit
- eine kontinuierliche Modernisierung unserer Spielplätze
- den Wiederaufbau der Königinnenschaukel im Viktoriapark im Dialog mit der Initiative "Spielraum Viktoriapark"

o Das Freizeitangebot im Quellenpark Kronthal werde ich konzeptionell weiterentwickeln.

o Ich stehe für eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Opel-Zoo unter der Einhaltung der Vereinbarung Philosophenweg und der Realisierung des ermäßigten Eintritts für Kronbergerinnen und Kronberger.

Stadtentwicklung

In der Politik bildet die Stadtentwicklung eine Klammer um viele der zuvor genannten Aspekte. In einem Stadtentwicklungskonzept werden die Bausteine Wohnen, Landschaft, Gewerbe, Freizeit und Mobilität einander strukturiert gegenübergestellt, um eine Basis für wichtige politische Weichenstellungen zu haben. Kronberg hat eine Fläche von rund 1.800 ha, von denen aktuell gut ein Drittel für Siedlungszwecke und Verkehrsflächen genutzt wird. Etwa ein Viertel der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt und knapp 40% der Kronberger Fläche ist Wald. In Kronberg gibt es knapp 9.000 Wohneinheiten in etwa 4.000 Gebäuden. In den letzten Jahren kamen jeweils zwischen 10 und 30 Wohngebäude neu hinzu. Der Siedlungsdruck in der Rhein-Main-Region ist groß und auch in unserer Stadt deutlich zu spüren. Unsere Handwerksbetriebe suchen seit Jahren dringend nach geeigneten Gewerbeflächen, um ihre Unternehmen in Kronberg für die Zukunft zu sichern und weiter zu entwickeln. Gleichzeitig wollen wir den Charakter unserer Stadt und ihre Grünflächen erhalten. Dabei müssen wir auch aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, um in der Stadtentwicklung einen gerechten Interessenausgleich zu erreichen. Hierzu sind sinnvolle Maßnahmen zur langfristigen Stadtentwicklung erforderlich, die dann auch konsequent eingehalten und umgesetzt werden.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o den einzigartigen Charakter Kronbergs mit seiner malerischen Altstadt, dem individuellen Charme seiner drei Stadtteile und seinem durchgrünten Stadtbild
o die Orientierung an der vorhandenen Bevölkerungsgröße und sozialen Struktur Kronbergs als Leitlinie für alle Maßnahmen der Stadtentwicklung

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Mit mir wird es eine Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes zur mittel- und langfristigen Planung geben.

o Ich setze mich für eine Änderung des Flächennutzungsplans ein, um Kronberger Unternehmen, insbesondere den Handwerksbetrieben, die seit langem dringend benötigten Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen.

o Ich will bezahlbaren Wohnraum zeitnah durch eine maßvolle Wohnbebauung am Bahnhof und auf dem SGO Gelände (Altkönigblick) realisieren. Eine einseitige Festlegung auf sozialen Wohnungsbau oder Geschosswohnungsbau lehne ich ab.

o Ich stehe für die Beibehaltung des Gebietes „Grüner Weg“ als Wohnbaupotentialfläche für künftige Generationen.

o Eine große Chance sehe ich in der Umsetzung der Bahnhofsumfeldplanung von Enzo Enea.

o Ich trete für einen bedarfsgerechten Busbahnhof ein.

Rathaus für Einwohner und Unternehmen

Das Rathaus ist der zentrale Ort der Stadtverwaltung! Die Stadt Kronberg hat zusammen mit den Stadtwerken etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sorgen auf ganz unterschiedlichen Gebieten dafür, dass die städtischen Aufgaben erfüllt werden und das Leben und Arbeiten in Kronberg reibungslos funktionieren. Die Aufgaben der städtischen Verwaltung sind äußerst vielschichtig. Die Verwaltung steht vor großen Herausforderungen. Die ständig steigende Regulierung öffentlicher Aufgaben und die zu bewältigende Digitalisierung der Verwaltung seien hier nur beispielhaft genannt. Eine so große und komplexe Organisation braucht an der Spitze eine verantwortungsbewusste Führungskraft mit langjähriger Verwaltungserfahrung. Meine Grundeinstellung hierbei ist, dass das Rathaus für die Einwohner und Unternehmen Kronbergs da sein muss und nicht umgekehrt.

Was ich für Kronberg bewahren möchte:
o eine Dienstleistungsmentalität aller öffentlichen Einrichtungen

o nutzerfreundliche und bedarfsgerechte Öffnungszeiten

o die Nutzung eines kostenfreien WLAN-Netzes in Kronberg

Was ich für Kronberg gestalten möchte:
o Ich werde die Digitalisierung der Stadtverwaltung konsequent vorantreiben.

o Ich stehe für mehr Transparenz und eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger bei städtischen Prozessen und Entscheidungen.

o Ich habe ein offenes Ohr für Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen.

o Eine frühzeitige Information und bürgerfreundliche Beratung bei komplexen Regelwerken, wie Altstadtsatzung und Ensembleschutz, sind für mich selbstverständlich.

o Ich werde die Bürgerinnen und Bürger durch einen digitalen städtischen Newsletter zielorientiert informieren.

o Ortsansässige Unternehmen will ich durch proaktive Information über öffentliche Ausschreibungen und Nutzung von Gestaltungsmöglichkeiten bei einer transparenten und regelkonformen öffentlichen Auftragsvergabe besser fördern.

o Ich will einen regelmäßigen Dialog mit den Kronberger Unternehmen durch Unternehmensbesuche und die Einrichtung von Plattformen zur direkten Kommunikation zwischen Stadt und Unternehmen schaffen.


Liebe Kronbergerinnen, liebe Kronberger,

ich stelle Ihnen hiermit mein Wahlprogramm umfassend vor. Damit lade ich Sie ein, sich an der richtungsweisenden Diskussion, um die Zukunft Kronbergs zu beteiligen. Sprechen Sie mich gerne auf einer meiner Veranstaltungen an oder schreiben Sie mir.

Ich bitte um Ihr Vertrauen als neuer Bürgermeister für Kronberg!

Herzlichst
Ihr

Andreas Becker